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Sicherheitsinfos (#89)

Willkommen zum Tipp der Woche. Jeden Sonntag um 12 Uhr bietet die App „Senioren mit Smartphone“ neue Tipps zu Smartphone und Internet für Senioren und Technikinteressierte.

Stellen Sie sich vor, Ihnen wird beim Spaziergang plötzlich schwindelig und Sie stürzen. Eine Passantin hilft Ihnen und ruft den Rettungswagen. Sie selbst können in dem Moment kaum sprechen. Ihr iPhone liegt neben Ihnen, aber es ist gesperrt. Woher sollen die Helfer wissen, dass Sie Blutverdünner nehmen? Oder dass Ihre Tochter angerufen werden soll?

Genau dafür gibt es beim iPhone den Notfallpass. Er ist wie ein kleiner Notfallausweis, der im iPhone steckt. Das Besondere: Helfer können ihn lesen, ohne Ihren Code zu kennen. An alles andere auf Ihrem iPhone kommen sie dabei nicht heran. Heute zeige ich Ihnen, wie Sie ihn einrichten und wie Sie prüfen, ob er wirklich angezeigt wird.

Gut zu wissen: Trotz des Namens finden Sie den Notfallpass nicht in der Wallet-App, sondern in der App Health (gesprochen: „Hälth“). Das ist die weiße App mit dem roten Herz. Sie ist auf jedem iPhone vorinstalliert.

Was gehört in den Notfallpass?

Tragen Sie nur ein, was einem Helfer in den ersten Minuten wirklich weiterhilft:

  • Ihr Name und gern ein Foto, damit man weiß, wer Sie sind
  • Allergien, vor allem gegen Medikamente, zum Beispiel Penicillin
  • Medikamente, die Sie regelmäßig nehmen. Besonders wichtig sind Blutverdünner, Insulin und Herzmedikamente.
  • Erkrankungen, zum Beispiel Diabetes, Herzschrittmacher oder Epilepsie
  • Blutgruppe, falls Sie sie kennen
  • Notfallkontakte: zwei oder drei Menschen, die im Ernstfall angerufen werden sollen

Tipp: Nehmen Sie Ihren Medikationsplan vom Hausarzt zur Hand. Dort steht alles mit der richtigen Schreibweise.

Wichtig: Jeder, der Ihr iPhone in der Hand hält, kann den Notfallpass lesen, auch ein Finder. Tragen Sie deshalb keinen Code, keine Kontonummer und am besten auch nicht Ihre Wohnadresse ein.

So richten Sie den Notfallpass ein

Schritt 1: Öffnen Sie die App Health.

Schritt 2: Tippen Sie oben rechts auf Ihr Profilbild bzw. Ihre Initialen.

Schritt 3: Tippen Sie auf Notfallpass.

Schritt 4: Tippen Sie auf Los geht’s. Haben Sie schon einmal etwas eingetragen, steht dort stattdessen Bearbeiten.

Schritt 5: Tragen Sie Ihre Angaben in die Felder ein.

Schritt 6: Schalten Sie Im Sperrzustand zeigen ein, sodass der Schalter grün ist. Ohne diesen Schalter sehen Helfer den Notfallpass nicht!

Schritt 7: Tippen Sie oben rechts auf Fertig.

Notfallkontakte hinzufügen

Die Notfallkontakte tragen Sie im selben Fenster ein:

1. Öffnen Sie den Notfallpass wie oben beschrieben und tippen Sie auf Bearbeiten.

2. Scrollen Sie nach unten bis Notfallkontakte.

3. Tippen Sie auf das grüne Plus bei Notfallkontakt hinzufügen und wählen Sie eine Person aus Ihrem Telefonbuch aus.

4. Wählen Sie aus, wer diese Person für Sie ist, zum Beispiel „Tochter“ oder „Partner“.

5. Tippen Sie auf Fertig.

Beim iPhone haben Notfallkontakte noch eine zweite Aufgabe: Wenn Sie über die Funktion Notruf SOS die 112 anrufen, bekommen Ihre Notfallkontakte danach automatisch eine Nachricht mit Ihrem Standort. So erfährt Ihre Familie sofort, dass etwas passiert ist.

Der wichtigste Schritt: selbst nachsehen

Viele richten den Notfallpass ein, vergessen aber den Schalter für den Sperrbildschirm. Prüfen Sie deshalb einmal selbst, was ein Helfer sieht:

Schritt 1: Sperren Sie Ihr iPhone mit einem kurzen Druck auf die Seitentaste.

Schritt 2: Schalten Sie den Bildschirm wieder ein und wischen Sie von unten nach oben, bis die Code-Eingabe erscheint.

Schritt 3: Tippen Sie unten links auf Notruf.

Schritt 4: Tippen Sie unten links auf Notfallpass.

Jetzt sehen Sie genau das, was auch ein Helfer sehen würde. Stimmt alles? Dann sind Sie gut vorbereitet.

Keine Angst: Durch das Antippen von „Notruf“ wird noch niemand angerufen. Tippen Sie nur bitte nicht auf die 112 oder den grünen Hörer.

Der zweite Weg über die Tasten

Halten Sie die Seitentaste und eine der Lautstärketasten gleichzeitig kurz gedrückt. Es erscheinen drei Schieberegler. Schieben Sie den Regler Notfallpass nach rechts.

Wichtig: Lassen Sie die Tasten los, sobald die Schieberegler erscheinen. Wenn Sie weiter drücken, startet ein Countdown und das iPhone ruft danach automatisch die 112 an. Falls das aus Versehen passiert: Nicht auflegen, sondern der Leitstelle kurz sagen, dass alles in Ordnung ist.

Tipp: Tragen Sie eine Apple Watch? Dann ist Ihr Notfallpass dort automatisch ebenfalls hinterlegt.

Auch ohne iPhone vorsorgen

Das iPhone ist eine gute Ergänzung, aber nicht alles. Nicht jeder Helfer denkt daran, nachzusehen. Und ein leerer Akku zeigt gar nichts mehr an. Deshalb empfehle ich zusätzlich:

• Einen Notfallausweis oder Ihren Medikationsplan im Portemonnaie
• Eine Notfalldose im Kühlschrank. Das ist eine kleine Dose mit Ihren wichtigsten Daten. Rettungskräfte wissen, dass sie dort nachsehen können. Es gibt sie für wenige Euro in vielen Apotheken.
• Sagen Sie Ihrer Familie, dass Sie einen Notfallpass auf dem iPhone hinterlegt haben.

Tipp: Schauen Sie einmal im Jahr in Ihren Notfallpass, und immer dann, wenn sich Ihre Medikamente ändern. Veraltete Angaben können im Ernstfall verwirren.

Kurz zusammengefasst

Öffnen Sie die App Health, tippen Sie auf Ihr Profilbild und dann auf Notfallpass. Tragen Sie Allergien, Medikamente, Erkrankungen und zwei oder drei Notfallkontakte ein. Vergessen Sie den Schalter Im Sperrzustand zeigen nicht und prüfen Sie einmal selbst über „Notruf“, ob alles angezeigt wird. Das dauert zehn Minuten und kann im Ernstfall viel helfen.

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Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie uns bei unserem Projekt unterstützen würden. Jede Spende, egal wie groß oder klein, hilft mir, unsere Serverlaufzeiten aufrechtzuerhalten und die Kosten für den Betrieb des Projekts zu decken. Wenn Sie mir helfen möchten, können Sie gerne auf das folgende Konto spenden:

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Bis nächste Woche und viel Spaß mit den neuen Möglichkeiten. Der nächste Tipp der Woche erscheint am kommenden Sonntag, den 11.10.2026 um 12 Uhr. Bleiben Sie gesund und mit freundlichen Grüßen Jonah

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iPhone verloren – was tun? (#86)

Willkommen zum Tipp der Woche. Jeden Sonntag um 12 Uhr bietet die App „Senioren mit Smartphone“ neue Tipps zu Smartphone und Internet für Senioren und Technikinteressierte.

Vielleicht kennen Sie das: Sie greifen in die Jackentasche, und das iPhone ist nicht da. Liegt es noch im Café? Im Auto? Oder irgendwo unter einem Sofakissen? Die meisten iPhones tauchen zum Glück wieder auf. Aber die Minuten dazwischen sind unangenehm.

Die gute Nachricht: Sie können Ihr iPhone von jedem Computer aus klingeln lassen, auf einer Karte suchen und sperren. Dafür melden Sie sich einfach mit Ihrem Apple-Account an. Heute zeige ich Ihnen, wie das geht und was Sie schon jetzt vorbereiten können.

Was Sie dafür brauchen

  • einen Computer, ein Tablet oder das Handy eines Angehörigen. Es muss kein Apple-Gerät sein, ein Windows-Computer oder ein Android-Handy geht genauso.
  • die E-Mail-Adresse und das Passwort Ihres Apple-Accounts. Früher hieß das „Apple-ID“. Es ist das Konto, mit dem Sie auch im App Store angemeldet sind.
  • Ihr iPhone sollte eingeschaltet und mit dem Internet verbunden sein, damit es klingeln kann.

Beim iPhone gibt es aber eine schöne Besonderheit: Selbst ohne Internet lässt es sich oft noch finden. Dazu gleich mehr.

So finden Sie Ihr iPhone am Computer

Die Funktion heißt bei Apple „Wo ist?“. Auf der Webseite heißt sie „Geräte suchen“.

Schritt 1: Öffnen Sie am Computer den Internet-Browser, zum Beispiel Safari, Chrome oder Edge.

Schritt 2: Geben Sie oben in die Adresszeile ein: icloud.com/find (gesprochen: „Ei-Klaud“)

Startseite von icloud.com/find mit der Überschrift Geräte suchen und dem Knopf Anmelden

Schritt 3: Klicken Sie auf „Anmelden“ und melden Sie sich mit der E-Mail-Adresse und dem Passwort Ihres Apple-Accounts an.

Schritt 4: Jetzt fragt Apple meist nach einem Bestätigungscode, der auf Ihr iPhone geschickt wird. Das iPhone fehlt ja gerade. Keine Sorge: Unten im Fenster gibt es den Knopf „Geräte suchen“. Klicken Sie darauf, dann geht es ohne Code weiter.

Schritt 5: Wählen Sie in der Liste Ihr iPhone aus. Auf der Karte sehen Sie nun, wo es sich gerade befindet.

Tipp: Das klappt auch am Handy Ihres Partners oder Ihrer Enkelin. Öffnen Sie dort die Adresse im Browser. Wichtig: Melden Sie sich danach wieder ab, damit Ihr Konto nicht auf dem fremden Gerät angemeldet bleibt.

Die drei wichtigsten Knöpfe

1. Ton abspielen

Ihr iPhone gibt einen lauten Ton von sich, auch wenn es auf lautlos gestellt ist. Ideal, wenn es nur irgendwo in der Wohnung liegt. Sobald Sie es gefunden haben, entsperren Sie es, und der Ton hört auf.

2. Als verloren markieren

Damit schalten Sie den Modus „Verloren“ ein. Ihr iPhone wird gesperrt und lässt sich nur noch mit Ihrem Code oder Face ID öffnen. Zusätzlich können Sie eine Nachricht und eine Telefonnummer eingeben, die auf dem Sperrbildschirm erscheinen. Außerdem wird Apple Pay gesperrt, falls Sie mit dem iPhone bezahlen.

Schreiben Sie zum Beispiel: „Dieses iPhone ist verloren gegangen. Bitte rufen Sie meine Tochter an.“ Ein ehrlicher Finder kann Sie so erreichen, ohne an Ihre Daten zu kommen.

3. Dieses Gerät löschen

Das ist der letzte Ausweg. Dabei wird alles auf dem iPhone gelöscht: Fotos, Nachrichten, Apps. Nutzen Sie das nur, wenn Sie sicher sind, dass das iPhone gestohlen wurde und nicht wiederkommt. Klingeln lassen und sperren Sie es also immer zuerst.

Ob Ihre WhatsApp-Chats gesichert sind, können Sie übrigens mit dem Tipp „WhatsApp Backup auf dem iPhone (#85)“ nachsehen.

Und wenn das iPhone keine Verbindung hat?

Hier ist das iPhone richtig clever. Über das Netzwerk „Wo ist?“ helfen fremde iPhones in der Nähe beim Suchen. Sie melden den Standort Ihres Geräts verschlüsselt an Apple, ohne dass der Besitzer davon etwas merkt. Niemand außer Ihnen sieht, wo Ihr iPhone ist. So lässt es sich oft auch ohne eigenes Internet finden.

Neuere iPhones lassen sich sogar noch eine Weile finden, nachdem sie ausgeschaltet wurden oder der Akku leer ist.

Keine Sorge wegen der Sperre: Wenn Sie ein iPhone als verloren markieren, das gerade keine Verbindung hat, wird der Auftrag gespeichert. Sobald es wieder online ist, wird es gesperrt und zeigt Ihre Nachricht an.

Wenn das iPhone gestohlen wurde

Zeigt die Karte eine fremde Wohnung oder einen Ort, an dem Sie nie waren? Dann fahren Sie bitte nicht selbst hin. Gehen Sie stattdessen so vor:

  1. iPhone über „Als verloren markieren“ sperren.
  2. Bei Ihrem Mobilfunkanbieter anrufen und die SIM-Karte sperren lassen. So telefoniert niemand auf Ihre Kosten.
  3. Bei der Polizei Anzeige erstatten. Nennen Sie dort den Standort von der Karte und die IMEI-Nummer Ihres iPhones.
  4. Das Passwort Ihres Apple-Accounts ändern und, falls Sie Online-Banking auf dem iPhone hatten, Ihre Bank informieren.

Die IMEI-Nummer (gesprochen: „I-M-E-I“) ist so etwas wie die Fahrgestellnummer Ihres iPhones. Jedes Gerät hat eine eigene. Sie finden sie unter Einstellungen → Allgemein → Info. Schreiben Sie sie sich am besten heute schon auf.

Heute schon vorsorgen: fünf Minuten, die sich lohnen

Am besten prüfen Sie jetzt, solange das iPhone noch in Ihrer Hand liegt:

1. Ist „Wo ist?“ eingeschaltet? Öffnen Sie die Einstellungen (das graue Zahnrad) und tippen Sie ganz oben auf Ihren Namen. Dann auf Wo ist? und auf Mein iPhone suchen. Dort sollten drei Schalter grün sein:

  • Mein iPhone suchen
  • Netzwerk „Wo ist?“: Damit wird Ihr iPhone auch ohne Internet gefunden.
  • Letzten Standort senden: Kurz bevor der Akku leer ist, meldet das iPhone noch einmal, wo es ist.

2. Ist der „Schutz für gestohlene Geräte“ an? Unter Einstellungen → Face ID & Code finden Sie diesen Schalter. Ist er eingeschaltet, kann ein Dieb wichtige Einstellungen nicht ändern, selbst wenn er Ihren Code kennt. Unterwegs braucht es dann Ihr Gesicht.

3. Kennen Sie Ihr Apple-Passwort? Ohne Passwort kommen Sie am Computer nicht weiter. Schreiben Sie es auf und bewahren Sie den Zettel sicher zu Hause auf, nicht in der Handyhülle. Haben Sie es vergessen? Wie Sie ein Passwort zurücksetzen, erkläre ich im Tipp „Passwort zurücksetzen (#48)“.

4. Einmal ausprobieren. Legen Sie Ihr iPhone neben sich, öffnen Sie am Computer icloud.com/find und klicken Sie auf „Ton abspielen“. Dann wissen Sie im Ernstfall genau, wie es geht.

Kurz zusammengefasst

iPhone weg? Keine Panik. Gehen Sie an einen Computer, öffnen Sie icloud.com/find und melden Sie sich mit Ihrem Apple-Account an. Den Bestätigungscode überspringen Sie mit dem Knopf „Geräte suchen“. Dort können Sie Ihr iPhone klingeln lassen, auf der Karte suchen und sperren. Probieren Sie es am besten heute einmal aus, dann sitzt jeder Handgriff, wenn es darauf ankommt.

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WhatsApp Backup auf dem iPhone (#85)

Willkommen zum Tipp der Woche. Jeden Sonntag um 12 Uhr bietet die App „Senioren mit Smartphone“ neue Tipps zu Smartphone und Internet für Senioren und Technikinteressierte.

Stellen Sie sich vor, Ihr iPhone fällt ins Waschbecken oder bleibt im Bus liegen. Das Gerät lässt sich ersetzen. Aber was ist mit den WhatsApp-Nachrichten, den Fotos der Enkel und den Sprachnachrichten von lieben Menschen? Die sind nur dann noch da, wenn es ein Backup gibt (gesprochen: „Bäckapp“). Das ist eine Sicherheitskopie Ihrer Chats.

Heute zeige ich Ihnen, wie das Backup auf dem iPhone funktioniert, wie Sie prüfen, ob es läuft, und was es Neues gibt.

Wo liegt das Backup beim iPhone?

WhatsApp speichert Ihre Chats nicht selbst. Beim iPhone landet die Sicherung in der iCloud (gesprochen: „Ei-Klaud“). Das ist Ihr Speicher bei Apple im Internet, wie ein unsichtbarer Schrank. Jede Apple-ID hat dort 5 GB kostenlos.

Damit WhatsApp dort sichern darf, muss ein Schalter an sein:

1. Öffnen Sie die Einstellungen (das graue Zahnrad).

2. Tippen Sie ganz oben auf Ihren Namen.

3. Tippen Sie auf iCloud.

4. Suchen Sie in der Liste der Apps WhatsApp und schalten Sie den Schalter ein, sodass er grün ist (im Bild die 1). Bei neueren iPhones finden Sie die Liste unter „Alle anzeigen“ oder „Apps, die iCloud verwenden“.

Die iCloud-Einstellungen am iPhone, der Schalter bei WhatsApp ist markiert
Nachgestellte Darstellung, eigene Grafik

Das Backup einrichten und prüfen

1. Öffnen Sie WhatsApp.

2. Tippen Sie unten rechts auf Einstellungen.

3. Tippen Sie auf Chats.

4. Tippen Sie auf Chat-Backup.

Der Bildschirm Chat-Backup in WhatsApp am iPhone mit den markierten Stellen
Nachgestellte Darstellung, eigene Grafik

Oben sehen Sie, wann das letzte Backup gemacht wurde (im Bild die 1). Steht dort ein Datum von gestern oder heute? Wunderbar. Steht dort „Nie“ oder ein Datum von vor Monaten, tippen Sie auf „Backup jetzt erstellen“ (im Bild die 2). Beim ersten Mal kann das eine Weile dauern. Lassen Sie das iPhone dabei im WLAN.

Tippen Sie danach auf „Automatisches Backup“ (im Bild die 4) und wählen Sie Täglich. Dann müssen Sie sich nie wieder darum kümmern.

Tipp: Schauen Sie ab und zu wieder an dieser Stelle nach. Wenn das Datum plötzlich alt ist, stimmt etwas nicht. Meistens ist dann die iCloud voll.

Wenn die iCloud voll ist

5 GB sind nicht viel. Fotos, Geräte-Backups und WhatsApp teilen sich diesen Platz. Die größten Platzfresser im WhatsApp-Backup sind Videos. Die können Sie weglassen:

1. Gehen Sie wieder zu Chat-Backup.

2. Schalten Sie „Videos einschließen“ aus (im Bild oben die 5).

Keine Angst: Die Videos bleiben auf Ihrem iPhone. Sie werden nur nicht mehr mitgesichert.

Reicht das nicht, können Sie bei Apple mehr Speicher dazukaufen. Das heißt „iCloud+“. Die kleinste Stufe mit 50 GB kostet 0,99 Euro im Monat. Das ist freiwillig, und für viele reicht das Weglassen der Videos schon aus.

Neu: Das Backup mit Face ID schützen

Ihr Backup liegt bei Apple im Internet. Wenn Sie möchten, können Sie es verschlüsseln. Das heißt: Es wird wie in einem Tresor abgeschlossen. Dann kann niemand außer Ihnen die Nachrichten lesen, auch nicht Apple oder WhatsApp.

Früher musste man sich dafür ein Passwort merken oder einen Schlüssel mit 64 Zeichen aufheben. Seit Ende 2025 geht es mit einem Passkey (gesprochen: „Pass-kie“). Das bedeutet: Sie entsperren das Backup einfach mit Face ID (Ihrem Gesicht), Touch ID (Ihrem Fingerabdruck) oder dem Code Ihres iPhones.

1. Gehen Sie zu Chat-Backup.

2. Tippen Sie auf Ende-zu-Ende-verschlüsseltes Backup (im Bild oben die 3).

3. Tippen Sie auf Einschalten und wählen Sie Passkey.

4. Bestätigen Sie mit Face ID, Touch ID oder Ihrem Code.

Illustration von WhatsApp: Ein Tresor mit Fingerabdruck- und Gesichtsschloss, daneben der Knopf „Passkey erstellen“
Bild: WhatsApp

Wichtig: Die Funktion wird nach und nach verteilt. Sehen Sie „Passkey“ noch nicht, aktualisieren Sie WhatsApp im App Store. Der Passkey wird im Passwörter-Speicher Ihres iPhones abgelegt und zieht mit auf ein neues iPhone um, wenn Sie dieselbe Apple-ID benutzen.

Tipp: Die Verschlüsselung ist freiwillig. Ein normales Backup ist viel besser als gar keins.

Die Chats auf einem neuen iPhone zurückholen

Das Backup ist an Ihre Telefonnummer und Ihre Apple-ID gebunden. So holen Sie die Chats zurück:

1. Melden Sie sich auf dem neuen iPhone mit derselben Apple-ID an.

2. Laden Sie WhatsApp aus dem App Store.

3. Geben Sie Ihre gewohnte Telefonnummer ein.

4. WhatsApp fragt Sie dann von selbst, ob es die Chats wiederherstellen soll. Tippen Sie auf „Chatverlauf wiederherstellen“.

Haben Sie die Verifizierung in zwei Schritten eingeschaltet, fragt WhatsApp zusätzlich nach Ihrer PIN. Was das ist, erkläre ich im Wochentipp „So sichern Sie sich ab (Auch bei WhatsApp) (#39)“.

Ausblick: WhatsApp baut eine eigene Cloud

Vielleicht lesen Sie bald davon: WhatsApp arbeitet an einem eigenen Speicher für Backups. Dann könnten Sie Ihre Chats direkt bei WhatsApp sichern statt in der iCloud. Das würde Platz in Ihrer iCloud freimachen. Nach bisherigen Berichten soll es 2 GB kostenlos geben, mehr Platz soll etwas kosten.

Das ist aber noch nicht gestartet, und einen Termin gibt es nicht. Sie müssen also nichts tun. Die iCloud bleibt der normale Weg. Sobald es so weit ist, melde ich mich hier.

Kurz zusammengefasst

Schauen Sie heute einmal unter Einstellungen → Chats → Chat-Backup nach, wann Ihr letztes Backup war. Ist es alt, tippen Sie auf „Backup jetzt erstellen“ und stellen Sie „Täglich“ ein. Wird die iCloud knapp, lassen Sie die Videos weg. Und wer mag, schützt das Backup mit Face ID. Das dauert ein paar Minuten und kann Ihnen viel Kummer ersparen.

Hat Ihnen der Wochentipp gefallen?

Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie uns bei unserem Projekt unterstützen würden. Jede Spende, egal wie groß oder klein, hilft mir, unsere Serverlaufzeiten aufrechtzuerhalten und die Kosten für den Betrieb des Projekts zu decken. Wenn Sie mir helfen möchten, können Sie gerne auf das folgende Konto spenden:

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Ansonsten unterstützen Sie die App sehr, mit einer 5-Sterne-Bewertung im Apple App Store. Das können Sie hier tun.

Vielen vielen Dank!

Mehr Informationen / Fragen zu dem Thema?

Schicken Sie einfach eine E-Mail an app@jonahhadt.de oder treten Sie der WhatsApp-Gruppe „Senioren mit Smartphone“ (hier klicken) oder der Signal-Gruppe (hier klicken) bei. Ich würde mich auch sehr über eine 5-Sterne-Bewertung im Apple App Store freuen, damit Sie das Projekt kostenlos unterstützen können (hier klicken). Herzlichen Dank dafür! Vielen Dank an alle!

Bis nächste Woche und viel Spaß mit den neuen Möglichkeiten. Der nächste Tipp der Woche erscheint am kommenden Sonntag, den 27.09.2026 um 12 Uhr. Bleiben Sie gesund und mit freundlichen Grüßen Jonah

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Brauchen wir den digitalen Ausweis? (#84)

Willkommen zum Tipp der Woche. Jeden Sonntag um 12 Uhr bietet die App „Senioren mit Smartphone“ neue Tipps zu Smartphone und Internet für Senioren und Technikinteressierte.

Im September wurde die deutsche Ausweis-App vorgestellt: Personalausweis und Führerschein sollen künftig auch auf dem iPhone stecken. Seitdem werde ich immer wieder dasselbe gefragt.

Nämlich: Brauche ich das überhaupt?

Heute erkläre ich deshalb ausnahmsweise keine Menüwege. Heute lege ich Ihnen in Ruhe beide Seiten vor – was dafür spricht, was dagegen spricht, und was ich selbst davon halte.

Worum es überhaupt geht

Denken Sie an Ihren Geldbeutel. Darin stecken Personalausweis, Führerschein und vielleicht eine Kundenkarte. Genau das soll es künftig auch als App geben – eine sogenannte digitale Brieftasche.

Eine solche Karten-App kennen Sie vielleicht schon: die Wallet (gesprochen: „Wollet“, das englische Wort für Geldbörse), die bei jedem iPhone dabei ist. Wie Sie dort Kundenkarten ablegen, habe ich im Tipp „Kundenkarten (#16)“ beschrieben.

Die deutsche Ausweis-App heißt seit dem 9. September offiziell d-you (gesprochen: „Di-Juu“). Das „d“ steht für digital und Deutschland, das englische „you“ heißt „Sie“ – weil Sie im Mittelpunkt stehen sollen. Start ist der 2. Januar 2027, kostenlos und freiwillig. Der digitale Führerschein soll schon Ende 2026 kommen, allerdings zunächst in einer zweiten App namens i-Kfz.

Für iPhone-Nutzer wichtig: d-you wird nach heutigem Stand eine eigene App aus dem App Store. Ihr Personalausweis landet also nicht in der Apple-Wallet, in der Ihre Bezahl- und Kundenkarten liegen. Suchen Sie dort im Januar also nicht vergeblich.

Was dafür spricht

Weniger Wege. Das ist für mich der stärkste Punkt, und zwar gerade für ältere Menschen. Wer schlecht zu Fuß ist, für den ist ein Amtstermin kein Klacks. Erst der Weg, dann die Wartenummer, dann fehlt ein Formular. Wenn das künftig vom Sessel aus geht, ist das kein Spielzeug, sondern ein Stück Selbstständigkeit.

Sie zeigen weniger von sich. Das klingt zunächst seltsam, wird aber oft übersehen. Wenn Sie heute Ihren Ausweis vorlegen, sieht Ihr Gegenüber alles – Name, Geburtsdatum, Wohnort, Foto. Auch dann, wenn er eigentlich nur wissen muss, ob Sie volljährig sind. Digital bekommt er nur die Antwort auf diese eine Frage. Das ist mehr Datenschutz als bisher, nicht weniger.

Schluss mit der Ausweiskopie per E-Mail. Manche Anbieter verlangen ja bis heute ein Foto Ihres Ausweises. Ich rate davon seit Jahren ab, denn danach liegt Ihr Ausweis irgendwo auf einem fremden Computer. Eine digitale Prüfung ersetzt genau das.

Weniger in der Tasche. Wem schon einmal die Handtasche gestohlen wurde, der weiß, was danach kommt: sperren, neu beantragen, Gebühren, Lichtbild. Was Sie nicht mit sich herumtragen, kann Ihnen auch nicht abhandenkommen.

Was dagegen spricht

Jetzt die andere Seite. Ich will Ihnen nichts schönreden.

Der Akku. Ein Ausweis aus Plastik funktioniert immer. Ein iPhone mit leerem Akku nicht. Wer sein Gerät abends ans Kabel hängt, hat damit selten ein Problem – aber ein Unterschied bleibt es.

Die PIN. Ohne die sechsstellige PIN zu Ihrem Ausweis geht gar nichts. Und die kennen nach meiner Erfahrung höchstens zwei von zehn Menschen. Sie kam damals per Brief, und der liegt bei den meisten in irgendeinem Ordner.

Ihr iPhone muss mitspielen. Nötig ist ein iPhone 7 oder neuer mit iOS 17. Wer ein älteres Gerät hat, mit dem er gut zurechtkommt, bleibt vorerst außen vor – und sollte sich davon bitte kein neues aufschwatzen lassen.

Es gilt nur in Deutschland. Der digitale Führerschein hilft Ihnen im Urlaub in Italien kein bisschen. Die Plastikkarte muss weiterhin mit ins Handschuhfach.

Zwei Apps für eine Sache. Der Führerschein kommt zuerst in die App i-Kfz und später auch in d-you, weil zwei verschiedene Ministerien daran arbeiten. Das ist unglücklich gelöst und wird am Anfang für Verwirrung sorgen.

Betrüger werden das Thema nutzen. Das ist mein größter Vorbehalt. Sobald so etwas in den Nachrichten ist, kommen die gefälschten E-Mails und SMS: „Ihr digitaler Ausweis muss jetzt freigeschaltet werden.“ Kein Amt schickt Ihnen so etwas. Klicken Sie niemals darauf. Wie Sie solche Maschen erkennen, üben wir im Tipp „Phishing-Quiz (#64)“ – und Vorsicht auch bei aufgeklebten Codes, siehe „Vorsicht vor diesen QR-Codes (#79)“.

Warum ich trotzdem erst einmal abwarte

Ein Punkt fehlt noch, und der ist mir wichtig.

Sich mit dem Personalausweis im Internet ausweisen zu können, ist nämlich gar nichts Neues. Das geht in Deutschland schon seit 2010, der Chip steckt seither in jedem Ausweis. Nur hat es kaum jemand genutzt – schlicht, weil es zu wenige Stellen gab, bei denen man es gebraucht hätte.

Genau daran entscheidet sich auch diesmal alles: Ob die App etwas taugt, hängt nicht an der App, sondern daran, wie viele Ämter, Banken und Firmen wirklich mitmachen. Vierzig Partner zum Start sind ein Anfang, mehr aber auch nicht.

Deshalb mein Rat: Schauen Sie sich das im Januar in Ruhe an. Es eilt nichts, und wer ein halbes Jahr wartet, verpasst garantiert nichts.

Ein Wunsch zum Schluss

Alle Beteiligten betonen, die App sei freiwillig – und das steht sogar ausdrücklich im Gesetz. Das finde ich richtig und wichtig.

Trotzdem kennen wir beide, wie es oft läuft. Zum Bahnfahren wurde auch niemand gezwungen, ein Handy zu benutzen. Erst verschwand der Schalter, dann der Automat, und am Ende gab es das günstige Ticket nur noch in der App. Bei den Bankfilialen war es ähnlich.

Mein Wunsch ist deshalb einfach: „Freiwillig“ ist nur so lange etwas wert, wie der Weg ohne Handy wirklich offen bleibt – und zwar nicht teurer und nicht langsamer. Solange das gilt, ist die digitale Brieftasche eine gute Sache: ein Angebot, kein Zwang.

Mein Fazit: Brauchen Sie das?

Ehrliche Antwort: Brauchen tun Sie es nicht. Ihr Ausweis aus Plastik bleibt gültig, die Ämter bleiben geöffnet. Wer nicht mitmacht, verpasst nichts und muss sich für gar nichts rechtfertigen.

Aber ich glaube, dass einige von Ihnen mehr davon haben werden, als sie heute denken – nicht weil es modern ist, sondern weil es Wege spart. Und Wege sind das, was mit den Jahren mühsamer wird.

Eine Sache würde ich deshalb schon jetzt erledigen, weil sie Ihnen auch sonst nützt: Ihre Ausweis-PIN.

Keine Sorge: Wenn Sie den alten Brief nicht mehr finden, ist das kein Drama. Im Bürgeramt setzt man Ihnen kostenlos eine neue PIN, bringen Sie einfach Ihren Ausweis mit.

Damit halten Sie sich alles offen – und können in aller Ruhe entscheiden.

Übrigens: Wenn Sie ein Auto haben, können Sie ein Stück davon heute schon ausprobieren. In der App i-Kfz vom Kraftfahrt-Bundesamt steckt bereits Ihr Fahrzeugschein, und der gilt bei einer Kontrolle in Deutschland. Falls Sie dazu eine ausführliche Anleitung möchten, schreiben Sie mir – dann mache ich daraus einen eigenen Tipp.

Kurz zusammengefasst

Die Ausweis-App heißt d-you, startet am 2. Januar 2027 und wird eine eigene App sein – nicht Teil der Apple-Wallet. Dafür spricht: weniger Behördenwege, besserer Datenschutz, weniger Papiere in der Tasche. Dagegen spricht: leere Akkus, die vergessene PIN, ältere iPhones, zwei verwirrende Apps – und dass der Nutzen davon abhängt, wer alles mitmacht.

Mein Rat: nichts überstürzen, in Ruhe zuschauen, aber die Ausweis-PIN schon jetzt klären. Und sich von niemandem drängen lassen.

Hat Ihnen der Wochentipp gefallen?

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Ansonsten unterstützen Sie die App sehr, mit einer 5-Sterne-Bewertung im Apple App Store. Das können Sie hier tun.

Vielen vielen Dank!

Mehr Informationen / Fragen zu dem Thema?

Schicken Sie einfach eine E-Mail an app@jonahhadt.de oder treten Sie der WhatsApp-Gruppe „Senioren mit Smartphone“ (hier klicken) oder der Signal-Gruppe (hier klicken) bei. Ich würde mich auch sehr über eine 5-Sterne-Bewertung im Apple App Store freuen, damit Sie das Projekt kostenlos unterstützen können (hier klicken). Herzlichen Dank dafür! Vielen Dank an alle!

Bis nächste Woche und viel Spaß mit den neuen Möglichkeiten. Der nächste Tipp der Woche erscheint am kommenden Sonntag, den 20.09.2026 um 12 Uhr. Bleiben Sie gesund und mit freundlichen Grüßen Jonah

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Bundesweiter Warntag (#83)

Willkommen zum Tipp der Woche. Jeden Sonntag um 12 Uhr bietet die App „Senioren mit Smartphone“ neue Tipps zu Smartphone und Internet für Senioren und Technikinteressierte.

Vielleicht kennen Sie das: Sie sitzen in Ruhe beim Kaffee, und plötzlich gibt Ihr iPhone einen schrillen, ganz ungewohnten Ton von sich. Auf dem Bildschirm steht eine Warnung in großen Buchstaben. Der erste Gedanke ist oft: Ist mein iPhone kaputt? Habe ich etwas falsch gemacht?

Keine Sorge. Am Donnerstag, dem 10. September 2026, ist es genau so weit — und zwar mit Absicht. Dann findet der bundesweite Warntag statt. Heute erkläre ich Ihnen, was da passiert, warum das eine gute Sache ist und was Sie an Ihrem iPhone einstellen können — und was nicht.

Was passiert am Donnerstag, dem 10. September?

Einmal im Jahr probt Deutschland den Ernstfall. Der Staat schickt eine Probewarnung über alle Kanäle gleichzeitig, damit die Technik geprüft werden kann — so ähnlich wie die Feuerwehr regelmäßig ihre Sirenen testet.

Um 11 Uhr geht die Probewarnung los. Dann kann Folgendes passieren:

• Ihr iPhone gibt einen lauten, schrillen Ton von sich und zeigt eine Meldung an
• In vielen Orten heulen die Sirenen
• Im Radio und Fernsehen wird der Probealarm angesagt
• Warn-Apps wie NINA melden sich
• Auf digitalen Anzeigetafeln erscheint ein Hinweis

Gegen 11:45 Uhr kommt dann die Entwarnung. Das ist neu: Bisher konnte über diesen Weg nur gewarnt, aber nicht entwarnt werden. Bei einem Warntag kommt die Entwarnung jetzt erstmals auch aufs iPhone — allerdings deutlich leiser, damit Sie nicht zweimal erschrecken.

Wichtig: Sie müssen an diesem Tag gar nichts tun. Sie müssen nirgendwo hingehen, nichts anrufen und niemanden benachrichtigen. In jeder Meldung steht ausdrücklich, dass es sich um einen Probealarm handelt.

Was ist eigentlich „Cell Broadcast“?

Der Ton auf Ihrem iPhone kommt über eine Technik mit dem englischen Namen Cell Broadcast (gesprochen: „Sell Broadkast“). Übersetzt heißt das ungefähr „Rundfunk über die Funkzelle“.

Stellen Sie sich einen Bahnhof vor. Wenn dort eine Durchsage über den Lautsprecher kommt, hören alle Menschen auf dem Bahnsteig sie — ganz gleich, ob sie eine Fahrkarte haben oder wie sie heißen. Genau so funktioniert Cell Broadcast: Der Funkmast in Ihrer Nähe ruft die Warnung einfach in die Gegend hinaus, und jedes Handy, das dort Empfang hat, zeigt sie an.

Daraus ergeben sich drei sehr angenehme Dinge:

  • Sie brauchen keine App. Die Warnung kommt auch dann, wenn Sie nichts installiert haben.
  • Sie müssen sich nirgends anmelden. Niemand erfährt Ihre Telefonnummer, Ihren Namen oder Ihren Aufenthaltsort. Der Staat weiß nicht, wer die Warnung bekommen hat.
  • Es klingelt auch, wenn das iPhone lautlos gestellt ist. Eine echte Gefahrenwarnung übergeht den Lautlos-Schalter und auch einen eingeschalteten Fokus wie „Nicht stören“ — das ist ausdrücklich so gewollt.

Voraussetzung ist nur: Das iPhone ist eingeschaltet, es hat Empfang über das Mobilfunknetz, und der Flugmodus ist aus. Reines WLAN genügt nicht — es muss eine SIM-Karte oder eine eSIM aktiv sein.

Die gute Nachricht: Echte Warnungen können Sie gar nicht abschalten

Das ist der wichtigste Punkt des heutigen Tipps, und er nimmt Ihnen hoffentlich eine Sorge: Um die echten Gefahrenwarnungen müssen Sie sich überhaupt nicht kümmern.

Warnungen bei extremer Gefahr und bei erheblicher Gefahr — also genau die Meldungen, bei denen es wirklich um Leben und Gesundheit geht — sind fest eingeschaltet. Sie lassen sich am iPhone weder ein- noch ausschalten. Der Schalter dafür ist ausgegraut oder gar nicht erst vorhanden. Das ist mit Absicht so gemacht: Im Ernstfall soll wirklich jeder gewarnt werden, auch wer sich mit Einstellungen nicht auskennt.

Abschalten lassen sich nur die leichteren Meldungen — also zum Beispiel Gefahreninformationen und Testwarnungen. Und genau die Testwarnungen sind am kommenden Donnerstag interessant.

So prüfen Sie die Testwarnungen

Damit Sie am Warntag zuverlässig etwas hören, lohnt ein Blick in die Einstellungen. Es dauert keine zwei Minuten:

1. Öffnen Sie die Einstellungen (das graue Zahnrad-Symbol).

2. Tippen Sie auf Mitteilungen.

3. Scrollen Sie ganz nach unten — bis zum allerletzten Abschnitt der Seite. Dort steht ein Bereich mit dem Namen Warnmeldungen (auf manchen Geräten heißt er noch Cell Broadcast Alerts oder Amtliche Warnmeldungen).

4. Dort sehen Sie die einzelnen Warnstufen, meist Extreme Gefahr, Gefahreninformation und Testwarnungen. Bei den echten Gefahrenwarnungen werden Sie feststellen: Da lässt sich nichts umstellen. Genau so soll es sein.

5. Achten Sie vor allem auf den Schalter Testwarnungen. Er sollte grün sein — dann bekommen Sie am Donnerstag den Probealarm mit. Ist er grau, bleibt Ihr iPhone möglicherweise still, obwohl technisch alles in Ordnung ist.

Tipp: Wenn Sie den Abschnitt gar nicht sehen, hilft oft ein Neustart des iPhones. Bleibt er verschwunden, ist Ihr Gerät vermutlich zu alt: iPhones, die kein iOS 16.1 mehr bekommen, können Cell Broadcast nicht empfangen. Welche Version Sie haben, sehen Sie unter Einstellungen → Allgemein → Info bei „Softwareversion“. Ist Ihr iPhone zu alt, ist die NINA-App der richtige Weg — dazu gleich mehr.

Nebenbei: Wenn Sie schon in den Einstellungen sind, lohnt ein Blick auf Einstellungen → Notruf SOS. Dort können Sie einstellen, dass Ihr iPhone durch mehrmaliges Drücken der Seitentaste automatisch den Notruf wählt.

Der zweite Weg: die NINA-App

Neben der automatischen Warnung gibt es die kostenlose NINA-App vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz. Ihr großer Vorteil: Sie können dort Ihre Orte selbst festlegen — zum Beispiel Ihren Wohnort und den Wohnort Ihrer Kinder. So werden Sie auch dann gewarnt, wenn Sie gerade gar nicht dort sind.

Die App finden Sie hier im App Store. Ausführlich vorgestellt habe ich sie im Wochentipp „Nina App (#16)„.

Wichtig für iPhone-Nutzer: Damit die NINA-App Sie auch wirklich erreicht, muss sie Mitteilungen senden dürfen. Prüfen Sie das unter Einstellungen → Mitteilungen → NINA. Der Schalter Mitteilungen erlauben muss grün sein.

Wenn Sie mithelfen möchten

Das Bundesamt möchte wissen, ob die Warnung bei den Menschen wirklich angekommen ist. Deshalb gibt es nach dem Probealarm eine kurze Umfrage. Sie ist vom 10. bis 17. September erreichbar unter www.warntag-umfrage.de.

Das Ausfüllen dauert nur wenige Minuten, ist freiwillig und anonym. Sie helfen damit, das Warnsystem für alle besser zu machen.

Vorsicht: Betrüger nutzen den Warntag aus

Leider versuchen Betrüger immer wieder, solche Termine auszunutzen. Merken Sie sich deshalb drei einfache Regeln:

• Eine echte Warnung fragt Sie niemals nach Ihrem Namen, Ihrer Adresse, Ihrer Bankverbindung oder einem Passwort.
• Eine echte Warnung fordert Sie nicht auf, eine App zu installieren oder auf einen Link zu tippen, um „geschützt“ zu sein.
• Auf eine echte Warnung können Sie nicht antworten wie auf eine Nachricht.

Wenn also am Donnerstag eine Nachricht kommt, die Sie zu irgendetwas auffordert: einfach ignorieren und löschen. Wie Sie sich allgemein vor solchen Maschen schützen, lesen Sie im Wochentipp „Sich vor digitalen Dieben schützen (#2)„.

Kurz zusammengefasst

Am Donnerstag, dem 10. September 2026, ab 11 Uhr gibt Ihr iPhone vielleicht einen lauten Warnton von sich. Das ist ein Probealarm — Sie müssen nichts tun und brauchen nicht zu erschrecken. Gegen 11:45 Uhr kommt die Entwarnung.

Die wichtigste Nachricht: Bei echter Gefahr werden Sie in jedem Fall gewarnt. Diese Warnungen lassen sich am iPhone gar nicht abschalten. Einstellen können Sie nur die leichteren Meldungen — und wenn Sie am Donnerstag den Probealarm hören möchten, achten Sie unter Einstellungen → Mitteilungen ganz unten darauf, dass die Testwarnungen grün sind. Wer zusätzlich für bestimmte Orte gewarnt werden möchte, installiert die NINA-App. Und der Ernstfall, das ist die Hoffnung, kommt nie.

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Bis nächste Woche und viel Spaß mit den neuen Möglichkeiten. Der nächste Tipp der Woche erscheint am kommenden Sonntag, dem 13.09.2026 um 12 Uhr. Bleiben Sie gesund und mit freundlichen Grüßen Jonah

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Hörgeräte und Kopfhörer verbinden (#82)

Willkommen zum Tipp der Woche. Jeden Sonntag um 12 Uhr bietet die App „Senioren mit Smartphone“ neue Tipps zu Smartphone und Internet für Senioren und Technikinteressierte.

Vielleicht kennen Sie das: Sie möchten abends noch eine Sendung in der Mediathek anschauen, aber Ihr Partner schläft schon. Oder Sie telefonieren und verstehen den anderen einfach nicht richtig. Oder Sie sitzen im Wartezimmer und würden gerne Radio hören, ohne dass alle mithören.

Für all das gibt es eine Lösung, die viele auf ihrem iPhone gar nicht kennen: Sie können Kopfhörer und sogar Ihre Hörgeräte direkt mit dem iPhone verbinden. Der Ton geht dann nicht mehr über den kleinen Lautsprecher, sondern direkt in Ihr Ohr. Heute zeige ich Ihnen, wie das geht.

Kurz erklärt: Was ist Bluetooth?

Bluetooth (gesprochen: „Bluh-tuhs“) ist eine Funkverbindung über kurze Entfernung – ungefähr so weit wie ein Zimmer groß ist. Stellen Sie es sich wie ein unsichtbares Kabel vor, das Ihr iPhone mit einem anderen Gerät verbindet.

Sie brauchen dafür kein Internet und es kostet nichts. Die zwei Geräte reden einfach direkt miteinander.

AirPods verbinden – der einfachste Weg

Wenn Sie AirPods von Apple haben, ist es fast schon zu einfach:

Schritt 1: Halten Sie die geschlossene Ladeschachtel neben Ihr entsperrtes iPhone.

Schritt 2: Klappen Sie den Deckel auf. Auf dem Bildschirm erscheint nach ein paar Sekunden ein Fenster mit einem Bild Ihrer AirPods.

Schritt 3: Tippen Sie auf Verbinden.

Fertig. Mehr ist es nicht. Die AirPods merken sich Ihr iPhone von jetzt an.

Tipp: Erscheint kein Fenster? Dann halten Sie bei geöffnetem Deckel den kleinen Knopf auf der Rückseite der Ladeschachtel gedrückt, bis das Lämpchen weiß blinkt. Danach versuchen Sie es noch einmal.

Andere Kopfhörer mit dem iPhone verbinden

Bei Kopfhörern anderer Hersteller – etwa von Bose, Sony oder JBL – geht es über die Einstellungen. Das machen Sie nur ein einziges Mal. Danach erkennt Ihr iPhone die Kopfhörer jedes Mal automatisch wieder.

Schritt 1: Schalten Sie Ihre Kopfhörer ein und bringen Sie sie in den Kopplungsmodus. Bei Kopfhörern mit Ladeschachtel genügt meist: Deckel aufmachen und den Knopf hinten ein paar Sekunden gedrückt halten. Bei Kopfhörern mit Bügel halten Sie meist den Einschaltknopf länger gedrückt. Sie erkennen es daran, dass ein Lämpchen blau oder abwechselnd blau und rot blinkt.

Schritt 2: Öffnen Sie am iPhone die Einstellungen (das graue Zahnrad-Symbol).

Schritt 3: Tippen Sie auf Bluetooth. Der Schalter oben muss grün sein.

Schritt 4: Warten Sie ein paar Sekunden. Unter Andere Geräte taucht der Name Ihrer Kopfhörer auf – meist der Hersteller, zum Beispiel „JBL Tune“ oder „Bose QC“.

Schritt 5: Tippen Sie auf diesen Namen.

Fertig. Wenn der Name nach oben unter Meine Geräte wandert und dort „Verbunden“ steht, geht der Ton jetzt in Ihre Kopfhörer.

Tipp: Falls eine vierstellige Zahl abgefragt wird, probieren Sie 0000 oder 1234. Das sind die üblichen Standardnummern.

Hörgeräte direkt mit dem iPhone verbinden

Und jetzt kommt der Teil, den viele nicht wissen: Moderne Hörgeräte lassen sich mit dem iPhone verbinden wie Kopfhörer. Ihre Hörgeräte werden damit zum Kopfhörer.

Der Ton vom Telefonat, vom Video oder vom Radio geht dann direkt in Ihre Hörgeräte – in beide Ohren, in der Lautstärke, die für Sie eingestellt ist. Für viele ist das ein spürbarer Unterschied beim Telefonieren.

Geht das bei meinen Hörgeräten?

Beim iPhone heißt die Technik MFi – das steht für „Made for iPhone“, also „gemacht fürs iPhone“. Hörgeräte mit diesem Zeichen verbinden sich direkt mit dem iPhone, ohne Zwischenstecker und ohne Zusatzgerät am Hals.

Ob Ihre Hörgeräte das können, hängt vom Alter ab:

• Hörgeräte etwa ab Baujahr 2019 können es meistens
• Ältere Hörgeräte können es meistens nicht
• Ihr iPhone muss nicht neu sein – MFi funktioniert schon seit dem iPhone 5

Wichtig zu wissen: Beim iPhone finden Sie die Hörgeräte nicht unter „Bluetooth“. Sie haben einen eigenen Platz in den Bedienungshilfen. Wenn Sie dort schon vergeblich gesucht haben – Sie haben nichts falsch gemacht.

Tipp: Wenn Sie unsicher sind, fragen Sie bei Ihrem Hörakustiker nach. Der Anruf lohnt sich, denn viele Akustiker richten die Verbindung kostenlos für Sie ein und zeigen Ihnen alles in Ruhe. Nehmen Sie einfach Ihr iPhone mit zum nächsten Termin.

So verbinden Sie die Hörgeräte

Schritt 1: Machen Sie Ihre Hörgeräte kurz aus und wieder an. Bei den meisten Modellen genügt es, das Batteriefach zu öffnen und wieder zu schließen. Bei Akku-Hörgeräten nehmen Sie sie aus der Ladeschale. Danach sind sie für ein paar Minuten bereit zum Verbinden.

Schritt 2: Öffnen Sie am iPhone die Einstellungen.

Schritt 3: Tippen Sie auf Bedienungshilfen.

Schritt 4: Scrollen Sie nach unten bis zum Bereich Hören und tippen Sie auf Hörhilfen.

Schritt 5: Nach ein paar Sekunden erscheint der Name Ihrer Hörgeräte. Tippen Sie darauf und bestätigen Sie mit Koppeln. Wenn Sie zwei Hörgeräte tragen, fragt das iPhone nach beiden nacheinander – bestätigen Sie einfach zweimal.

Keine Angst: Sie können dabei nichts kaputt machen. Wenn etwas nicht klappt, schalten Sie die Hörgeräte einfach aus und wieder an und fangen von vorne an. Die Einstellungen Ihres Hörakustikers bleiben davon unberührt.

Neu: AirPods Pro als Hörhilfe

Das ist eine Besonderheit, die es nur beim iPhone gibt und die noch wenig bekannt ist: AirPods Pro können seit iOS 18 als Hörhilfe arbeiten. Sie verstärken dann leise Stimmen in Ihrer Umgebung – im Gespräch am Tisch, beim Einkaufen, im Wartezimmer.

Das ersetzt kein Hörgerät vom Akustiker. Apple selbst richtet die Funktion an Erwachsene mit leichter bis mittlerer Hörminderung. Aber für viele ist es ein niedrigschwelliger erster Schritt – gerade wenn man sich noch nicht zum Hörakustiker traut.

Sie brauchen dafür:

• AirPods Pro 2 oder AirPods Pro 3 – ältere AirPods können es nicht
• ein iPhone mit iOS 18 oder neuer
• fünf Minuten Zeit für einen kleinen Hörtest

So richten Sie es ein: Setzen Sie die AirPods ein, öffnen Sie die Einstellungen und tippen Sie ganz oben auf den Namen Ihrer AirPods. Dort finden Sie den Punkt Hörgesundheit und darin die Hörhilfe-Funktion. Das iPhone führt Sie durch einen Hörtest mit leisen Tönen – setzen Sie sich dafür in einen ruhigen Raum. Danach stellt sich die Verstärkung von allein auf Ihr Gehör ein.

Tipp: Wenn Ihnen beim Hörakustiker schon einmal ein Hörtest gemacht wurde, können Sie das Ergebnis (das sogenannte Audiogramm) auch von Hand eintragen, statt den Test zu machen.

Was Sie jetzt damit machen können

Telefonieren: Der Anrufer spricht direkt in Ihre Ohren. Das iPhone können Sie dabei auf den Tisch legen. Gerade wer schlecht hört, versteht so oft deutlich besser als mit dem Telefon am Ohr.

Fernsehen und Mediatheken: Sie schauen abends noch eine Sendung, ohne jemanden zu stören. Wie die Mediatheken funktionieren, erkläre ich in unserem Wochentipp „Mediatheken (#306)„.

Radio, Musik und Hörbücher: Unterwegs im Bus, im Wartezimmer oder beim Spazierengehen.

Vorgelesene Nachrichten: Wenn Ihr iPhone Ihnen etwas vorliest, hören Sie es direkt im Ohr.

Ein Ausblick: Auracast

Vielleicht hören Sie in nächster Zeit den Begriff Auracast (gesprochen: „Aura-Kast“). Die Idee: In einer Kirche, einem Theater oder einem Vortragssaal wird der Ton direkt in die Luft gesendet – und beliebig viele Zuhörer können ihn mit ihren eigenen Hörgeräten empfangen. Ähnlich wie ein Radiosender, nur eben für den Raum, in dem Sie gerade sitzen. Kein Kabel, kein Ausleihgerät, keine Anmeldung.

Wichtig zur Einordnung: Das steckt noch in den Anfängen, und beim iPhone besonders. Das iPhone selbst kann solche Sendungen bisher nicht empfangen. Wer Auracast-fähige Hörgeräte trägt, empfängt den Ton direkt mit den Hörgeräten – dafür braucht es das iPhone gar nicht, oft hilft die App des Hörgeräte-Herstellers beim Umschalten.

Mein Rat: Kaufen Sie deswegen jetzt nichts Neues. Aber wenn ohnehin neue Hörgeräte anstehen, fragen Sie Ihren Akustiker ruhig, ob das Modell Auracast beherrscht.

Wenn es nicht klappt

Keine Sorge, das ist meistens schnell behoben. Gehen Sie diese Punkte der Reihe nach durch:

  1. Ist Bluetooth eingeschaltet? Einstellungen → Bluetooth. Der Schalter oben muss grün sein.
  2. Sind die Geräte nah genug? Legen Sie das iPhone beim ersten Verbinden direkt daneben.
  3. Sind die Batterien voll? Bei schwachen Batterien bricht die Verbindung gerne ab.
  4. Nur ein Ohr hat Ton? Beide Hörgeräte aus- und wieder einschalten, dann erneut verbinden.
  5. Gar nichts zu finden? Schalten Sie Bluetooth in den Einstellungen einmal aus und nach zehn Sekunden wieder an.

Tipp: Wenn ein Gerät früher schon einmal verbunden war und jetzt Probleme macht, tippen Sie in der Liste auf das kleine blaue „i“ daneben und wählen Dieses Gerät ignorieren. Danach koppeln Sie es neu, als wäre es das erste Mal.

Ein Hinweis am Rande: Schalten Sie Bluetooth lieber in den Einstellungen aus als über das Kontrollzentrum (das Menü, das Sie von oben rechts herunterziehen). Dort wird es nämlich nur vorübergehend getrennt und am nächsten Morgen von allein wieder eingeschaltet.

Kurz zusammengefasst

Kopfhörer und moderne Hörgeräte lassen sich mit wenigen Handgriffen mit dem iPhone verbinden. Kopfhörer finden Sie unter Einstellungen → Bluetooth, Hörgeräte unter Einstellungen → Bedienungshilfen → Hörhilfen. Sie müssen das nur einmal einrichten, danach passiert es von allein. Der Gewinn ist größer, als man denkt: besser verstehen beim Telefonieren, fernsehen ohne zu stören, Musik und Nachrichten direkt im Ohr.

Trauen Sie sich, es auszuprobieren – kaputt machen können Sie dabei nichts. Und wenn Sie Hörgeräte tragen: Nehmen Sie Ihr iPhone beim nächsten Termin einfach mit zum Hörakustiker. Die meisten richten Ihnen das gerne kostenlos ein.

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WhatsApp Meta AI (#81)

Meta AI in WhatsApp – Ihr neuer digitaler Helfer

Vielleicht ist Ihnen schon ein neuer blauer Kreis in Ihrer WhatsApp-App aufgefallen. Das ist Meta AI, der neue digitale Assistent von WhatsApp. Erst letzte Woche haben wir darüber berichtet, dass Google seine KI auch auf die Suche ausweitet und nun hat WhatsApp nachgezogen. Heute möchte ich Ihnen zeigen, was diese KI (Künstliche Intelligenz) kann, ob man sie abschalten kann und wie man im Alltag davon profitieren kann.

Was ist Meta AI?

Meta AI ist ein Chatbot, also ein Computerprogramm, mit dem Sie wie mit einem Menschen schreiben können. Es wurde von Meta (dem Unternehmen hinter WhatsApp und Facebook) entwickelt, um Ihnen bei verschiedenen Aufgaben zu helfen. Sie können ihm Fragen stellen, um Rat bitten oder einfach nur plaudern.

Sie finden den blauen Kreis in der neusten WhatsApp Version unten rechts:

Was kann Meta AI alles für Sie tun?

1. Informationen suchen

Sie können Meta AI fast alles fragen, was Sie wissen möchten. Zum Beispiel:

  • „Wie wird das Wetter morgen in Hamburg?“
  • „Was sind typische Gerichte aus Bayern?“
  • „Wann hat die Apotheke in meiner Nähe geöffnet?“

Meta AI sucht dann im Internet nach Antworten und teilt sie Ihnen mit. Das erspart Ihnen den Wechsel zu einer Suchmaschine.

2. Beim Schreiben helfen

Wenn Sie manchmal Schwierigkeiten haben, die richtigen Worte zu finden, kann Meta AI helfen:

  • „Wie formuliere ich höflich eine Absage für eine Einladung?“
  • „Schreibe mir einen Glückwunschtext zum 80. Geburtstag meiner Schwester“

3. Texte zusammenfassen

Wenn Sie eine lange Nachricht bekommen haben und nicht alles lesen möchten, kann Meta AI helfen:

  • „Fasse diese Nachricht für mich zusammen“

4. Übersetzen

Sie haben einen Text in einer fremden Sprache erhalten? Meta AI kann übersetzen:

  • „Übersetze diesen Text ins Deutsche“

5. Ideen und Inspiration

  • „Schlage mir ein einfaches Abendessen vor“
  • „Was kann ich mit meinen Enkelkindern am Wochenende unternehmen?“

Wie nutzen Sie Meta AI?

  1. Öffnen Sie WhatsApp auf Ihrem Smartphone
  2. Tippen Sie auf den blauen Kreis in Ihrer Chatliste
  3. Tippen Sie unten auf das Textfeld und schreiben Sie Ihre Frage oder Bitte
  4. Drücken Sie auf den Sende-Button (der Pfeil rechts)
  5. Warten Sie kurz – Meta AI antwortet in der Regel sehr schnell

Wichtig zu wissen

  • Meta AI hat keinen Zugriff auf Ihre privaten Nachrichten in WhatsApp
  • Was Sie mit Meta AI besprechen, wird aber an Meta gesendet
  • Die Funktion kann derzeit nicht ausgeschaltet werden
  • Sie können den Chat mit Meta AI archivieren oder löschen, wenn Sie ihn nicht in Ihrer Chatliste sehen möchten

Meta AI in Gruppenchats

In einer zukünftigen Version von WhatsApp soll es möglich sein, Meta AI auch in Gruppenchats zu nutzen. Diese Funktion ist aktuell noch nicht verfügbar, wird aber voraussichtlich in einem späteren Update hinzugefügt. Sie werden dann Meta AI in Gruppenchats mit „@MetaAI“ ansprechen können, um beispielsweise Informationen für alle Gruppenmitglieder bereitzustellen.

Kann man Meta AI löschen?

Leider können Sie Meta AI nicht vollständig aus WhatsApp entfernen oder deaktivieren. Viele Nutzer hätten sich diese Möglichkeit gewünscht, aber momentan ist es nicht vorgesehen. Sie können jedoch den Chat mit Meta AI aus Ihrer Chatliste verschwinden lassen:

  1. Archivieren: Wischen Sie auf dem Meta-AI-Chat nach links und tippen Sie auf „Archivieren“. Der Chat wird dann in Ihren archivierten Chats abgelegt.
  2. Chat löschen: Wischen Sie auf dem Meta-AI-Chat nach links und tippen Sie bei Android auf „Mehr“ und dann „Löschen“ oder bei iPhone direkt auf „Löschen“.

Wichtig zu wissen: Selbst wenn Sie den Chat archivieren oder löschen, bleibt die Funktion im Hintergrund bestehen. Das blaue Symbol taucht nach einiger Zeit oder bei Neustart der App wieder in Ihrer Chatliste auf. Es bleibt zu hoffen, dass Meta in einem zukünftigen Update eine echte Option zum Deaktivieren anbietet, da viele Nutzer sich darüber bereits beschwert haben.

PS: Wenn Sie lieber ChatGPT in WhatsApp nutzen möchten, schauen Sie sich diese Anleitung an: ChatGPT per WhatsApp (#257)

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Google Suche mit KI (#80)

Diese Woche beschäftigen wir uns mit einer neuen Funktion bei Google: der „Übersicht mit KI“. Seit Ende März 2025 bietet Google eine neue Möglichkeit, schneller Antworten auf Ihre Fragen zu finden, ohne mehrere Webseiten öffnen zu müssen.
Passend zum Wochentipp hat Google diese Woche etwas neues herausgebracht.

Was ist die „Übersicht mit KI“?

Wenn Sie etwas bei Google suchen, erscheint jetzt manchmal oberhalb der normalen Suchergebnisse eine kurze Zusammenfassung. Diese Zusammenfassung wird von einer Künstlichen Intelligenz (KI) erstellt und fasst Informationen aus verschiedenen Webseiten zusammen.

Stellen Sie sich vor, Sie suchen nach „Wie oft sollte ich meine Pflanzen gießen?“. Früher hätten Sie mehrere Webseiten öffnen und lesen müssen, um eine Antwort zu finden. Jetzt erhalten Sie direkt eine kurze Zusammenfassung mit den wichtigsten Informationen, bevor die normalen Suchergebnisse angezeigt werden.

Vorteile der neuen Funktion

  • Zeitersparnis: Sie müssen nicht mehr mehrere Webseiten öffnen und durchsuchen
  • Guter Überblick: Sie bekommen schnell die wichtigsten Informationen
  • Einfache Nutzung: Besonders hilfreich für alle, die sich mit Internetrecherchen schwertun

Zum Beispiel wenn man „Was ist die App Senioren mit Smartphone“ sucht kommt diese automatische Antwort:

Was sollten Sie beachten?

Die automatischen Zusammenfassungen sind praktisch, aber manchmal können auch Fehler passieren:

  • Die KI könnte Informationen falsch zusammenfassen
  • Wichtige Details könnten fehlen
  • Bei komplexen Themen lohnt es sich immer noch, die Original-Webseiten zu lesen

Wie kann ich die Funktion ausschalten?

Wenn Sie die neue KI-Übersicht nicht nutzen möchten, können Sie sie so abschalten:

  1. Auf der Google-Startseite oben rechts auf das eigene Kontosymbol klicken.
  2. Im sich öffnenden Menü den Punkt „Sucheinstellungen“ auswählen.
  3. Auf der Einstellungsseite nach unten zum Abschnitt „Generative KI in der Suche“ („Search Generative Experience“) scrollen.
  4. Hier findet sich die Option „KI-generierte Zusammenfassungen anzeigen“ mit einem Schalter daneben.
  5. Wird dieser Schalter deaktiviert, generiert Google keine KI-basierten Übersichten mehr. Stattdessen erscheinen nur noch die gewohnten klassischen Suchergebnisse.
  6. Die Einstellungen anschließend speichern, damit sie dauerhaft übernommen werden.
  7. Wer zu einem späteren Zeitpunkt die Funktion erneut aktivieren möchte, kann denselben Weg gehen und die Einstellung einfach wieder einschalten.

Fazit

Die neue KI-Übersicht bei Google kann Ihnen helfen, schneller Antworten zu finden. Besonders für einfache Fragen ist sie sehr praktisch. Bei wichtigen oder komplexen Themen sollten Sie aber weiterhin die angegebenen Quellen prüfen und gründlich recherchieren.

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Vorsicht vor diesen QR-Codes (#79)

Viele Betrüger merken, dass die typische Methode des Pishing (hier erklärt) nicht mehr so funktioniert wie früher. Durch viel Aufklärung und Wissen über diese Betrugsmasche sind die meisten Menschen darauf trainiert. Deshalb muss ein neuer Weg gefunden werden, der vor allem bei den Deutschen mehr Vertrauen genießt als E-Mail oder Internet.

Per Post oder unterwegs

Quishing ist die analoge Form des Betrugs. Meist erhalten die Betroffenen einen Brief, der aussieht, als käme er von der eigenen Bank. Darauf befindet sich ein QR-Code, der beim Einscannen auf die Seite der Betrüger führt. Durch den QR-Code ist der eigentliche Link gut versteckt.

Der NDR berichtet „Die Polizei rät zur Vorsicht, insbesondere bei unbekannten QR-Codes in E-Mails oder Briefen. Der Absender sollte genau überprüft werden. In den Anschreiben werde oft eine allgemeine Anrede wie „Kunde/Kundin“ und keine persönliche Anrede verwendet, so die Polizei. Sie empfiehlt, aktuelle Browser sowie Software zu verwenden, die QR-Codes vor dem Scannen auf mögliche Gefahren überprüft. Wer verdächtige QR-Codes entdeckt oder bereits Opfer eines solchen Betrugs geworden ist, sollte sich umgehend an die Polizei wenden.“

Was kann ich tun?

Hier sind die wichtigsten Tipps, wie Sie sich schützen können:

  1. Seien Sie misstrauisch bei QR-Codes in Briefen oder E-Mails, besonders wenn es um Bankgeschäfte geht
  2. Rufen Sie im Zweifelsfall Ihre Bank direkt an und fragen Sie nach, ob der Brief wirklich von ihnen kommt
  3. Achten Sie bei Parkautomaten oder Ladesäulen darauf, ob der QR-Code echt aussieht oder möglicherweise überklebt wurde
  4. Geben Sie niemals vertrauliche Daten wie Kontozugang oder Passwörter ein, nachdem Sie einen QR-Code gescannt haben

Fazit

Es ist immer sinnvoll, auch bei Briefen, die einem merkwürdig vorkommen, nicht zu zögern und gegebenenfalls direkt beim Absender nachzufragen, ob diese Briefe verschickt wurden. Die Adressen und Namen kommen wahrscheinlich von irgendwelchen Adresshändlern oder Telefonbüchern, wo man sich mal eingetragen hat. Wie verbreitet diese Masche wirklich ist, kann ich nicht sagen, ich werde das weiter verfolgen und berichten. Wenn man die normalen Pishing-Grundsätze auch bei anderen Medien (wie z.B. der analogen Post) beachtet, sollte eigentlich nichts passieren.

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Jahresrückblick (#78)

Heute möchte ich einen kleinen Rückblick auf das Jahr 2024 werfen und Ihnen die beliebtesten Themen vorstellen, die Sie am meisten interessiert haben.

Der absolute Spitzenreiter war unsere QR-Code Scanner Anleitung. Fast 5.000 Leser haben sich informiert, wie man diese praktischen schwarz-weißen Quadrate scannt, die man mittlerweile überall sieht – in Restaurants für die Speisekarte, bei Produkten für mehr Informationen oder sogar bei Sehenswürdigkeiten.

Sehr gefragt war auch die Anleitung zum Erstellen von Screenshots. Über 1.100 Leser wollten wissen, wie man einen „Foto-Schnappschuss“ vom Bildschirm macht. Das ist besonders praktisch, wenn man zum Beispiel ein Rezept oder eine Wegbeschreibung speichern möchte.

Die Übersetzung von Webseiten landete auf Platz 3. Mehr als 550 Leser haben gelernt, wie sie fremdsprachige Internetseiten ganz einfach auf Deutsch lesen können.

Auch das Thema PayPal hat viele von Ihnen interessiert. Wie funktioniert das bargeldlose Bezahlen im Internet? Was muss man beachten? Diese und weitere Fragen haben wir ausführlich beantwortet.

Ein wichtiges Thema war auch die Warnung vor betrügerischen SMS. Hier ging es darum, wie man gefährliche Nachrichten erkennt und sich schützt.

Das Bezahlen mit dem Handy wurde ebenfalls viel gelesen. Immer mehr Menschen nutzen ihr Smartphone statt Bargeld oder EC-Karte an der Kasse.

Weitere beliebte Themen waren das Speichern von WhatsApp Status-Nachrichten, das Löschen von Google-Daten, die Übertragung von Fotos auf SD-Karten und Informationen zu VPN-Verbindungen.

Ich freue mich sehr, dass die Tipps Ihnen helfen konnten und Sie beim Umgang mit Ihrem Smartphone unterstützen. Auch im neuen Jahr 2025 werde ich Sie wieder jeden Sonntag mit praktischen Hinweisen versorgen.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien einen guten Rutsch ins neue Jahr! Bleiben Sie gesund und neugierig auf die digitale Welt. Der erste Tipp im neuen Jahr erscheint am Sonntag, den 5. Januar 2025 um 12 Uhr.

Mit den besten Grüßen für das neue Jahr Jonah

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